Vereinslokal Utopia – Ein Gesellschaftsspiel von Goldproduktionen

Im Entstehen………………………………………………………………………………………………………………………………..Als Antwort auf die politischen, sozialen und ökologischen Unwetter unserer Zeit und den damit einhergehenden, weitverbreiteten Pessimismus bezüglich der Entwicklung unserer Gesellschaft, entwickelte Goldproduktionen das Projekt Vereinslokal Utopia.

Um die Frage zu beantworten lädt Goldproduktionen unterschiedlichste Menschen einer Stadt (Vereine), die sich bisher noch nicht begegnet sind, in ihr mobiles Vereinslokal ein und schafft ein Setting (Vereinsabende), in dem Gespräche und Diskussionen zwischen den Teilnehmer*innen auf Augenhöhe stattfinden können. Es braucht kein Vorwissen, keine guten Sprachkenntnisse, keine besondere Schulbildung. Im Wissen um das Recht auf Differenz wird der eigene Lebensraum gedanklich angeeignet und das gemeinsame Imaginieren einer wünschenswerten Zukunft möglich. Aus den an den Vereinsabenden entstandenen Visionen entwickelt das Künstler*innenkollektiv Goldproduktionen eine begehbare Installation. Diese wächst und verändert sich nach jedem Vere-
insabend und dient als Denk- und Begegnungsraum für die Besucher*innen, Teilnehmer*innen und Initiant*innen.

Die Vereinsabende

Goldproduktionen möchte mit der Bevölkerung eines Ortes gemeinsam über die Zukunft nachdenken. Als Hoffnungsträger setzen wir bei existierenden Gemeinschaften an, die sich ohne kommerzielle Interessen für ihre Anliegen einsetzen: bei den Vereinen.

Die erste Spielrunde im Separée

Sonntag, 1. April

Tag der Finissage.

Um 11 Uhr wird die Finissage feierlich eröffnet mit Musik vom „MiniSOL“. Anschliessend schwirren die vielen Besucher mit ihren Getränken in der Hand durch die Installation, lassen die neusten Ergebnisse von Goldproduktionen auf sich wirken und diskutieren angeregt über die Ideen der Luzerner. Bald darauf startet auch der Buttomat vom Verein „Kopfkino“ ihre Produktion. So kann man als BesucherIn, nach beantworten der Frage wie sein Glück aussehe, gespannt auf die zeichnerische Umsetzung der Automatengestalterinnen warten.

Nun sind alle Spielbretter voll. Ein Direktvergleich zeigt: Es wird vorallem wild!
Angeregte Gespräche über die Ideen der Luzerner
Kurz nach offiziellem Startschuss der Finissage.
Das MiniSOL eröffnet den letzten Tag feierlich mit Musik.

 

Donnerstag, 29. März

Letzte Anpassungen und zwei neue Umsetzungen. Wir haben Energie getankt und freuen uns auf viele Besucher am Osterwochenende.

An dieser letzten Umsetzung der Leerstelle wird noch gearbeitet. Die Entscheidung ob Apfel oder Birne wird den künftigen Luzerner*innen vom Chip abgenommen.
Der Fasnachtskoffer, allzeit bereit um die Verrücktheit in die Welt hinaus zu tragen.
Ein schöner Gästebucheintrag einer Besucherin den wir gerne mit euch teilen.

Samstag, 24. März

Die Austellung wird langsam fertig gestellt für die Finissage am Sonntag       1. April. Eine Leerstelle bleibt noch zu füllen und viele Ideen werden ausprobiert. Ganz einig sind wir uns noch nicht, aber ein wenig Zeit um nachzudenken bleibt noch.

Zu guter letzt darf auch ein wenig Spass zu später Stunde sein. Um ein Element für eine Leerstelle zu testen, haben wir kurzer Hand eine Konfettibombe ausgelöst.

Hier gehts zum Video

Das Reststück der Mauer, die an mehreren Abenden gebaut wurde. Einmal, um sich von der Globalisierung abzuschotten und als autonome Gesellschaft zu funktionieren und einmal als Schutz vor dem Bürgerkrieg zweier Gemeinden, welche nicht die gleichen Lebensqualitäten vorweisten.
Da nun alle Modelle komplett sind, gibt es für die Besucher viel zu vergleichen. Neben den gefüllten Leerstellen, ist auch das Wandbild immer voller geworden.
Viele kleine Besucher toben sich aus. Ob sie die Zukunftsvisionen der Vereine später bestätigen werden?

Freitag, 23. März

Freitag ist der grosse Umsetzungstag! Während einige Interventionen der letzten Woche fertig gestellt werden, wird bereits wieder an neuen gearbeitet. Am Nachmittag durften wir einen weiteren Workshop mit der Baugenossenschaft in unserer Installation begrüssen.

Der Workshop der Stadtplaner ist in vollem Gange
Das letzte der vier Expertenmodell wird montiert. Nun gibt es keine Leerstellen mehr für weitere Modelle.

 

Donnerstag, 22. März

Nun geht es wieder an das Umsetzen der herauskristallisierten Ideen.

Als erstes wird der Rest von Goldproduktionen von den beiden Gastgeberinnen des Abends geupdated.
Unter prüfendem Blick und mit vollem Körpereinsatz geht es einem Teil des Wandbilds an den Kragen. Da wird aber eine neue Intervention entstehen!

Der vierte Vereinsabend

Der vierte Vereinsabend zum Thema Zukunft und Glück ist nun auch schon vorüber. Wie schnell die Zeit vergeht! Eingeladen haben wir dazu die Maskenliebhaber Gesellschaft und Kopfkino. Martin Hartmann, Professor an der Uni Luzern für Philisophie, hat als externer Überraschungsgast einen schönen aber ernüchternden Input über die Glücksforschung gegeben. Glück sei heutzutage nicht nur messbar, sondern vorallem auch optimierbar. Mit diesem Input ging es für die beiden Vereine dann in die Séparées für eine erste Diskussionsrunde über Glück und die Fragen „Wer wären wir, wenn wir uns von Erwartungen befreien könnten und was für einen Einfluss hätte dies auf die Gesellschaft?“ und „Welchen Einfluss kann die Gemeinschaft auf das Glück der/ des Einzelnen haben?“.

Derweil kochte Moritzstiefel, passend zum Thema, Huft von glücklichen Kühen. Der Diskurs hat alle hungrig gemacht.

Später wurde konkret an die Zukunft Luzerns gebaut. Während das eine Modell dominiert wurde von einer Wettbewerbsbedingten Gesellschaft, in der verdichtet gewohnt wird und eine grosse Naturverbundenheit besteht, entstand im zweiten Modell eine Gesellschaft, die so verrückt und offen ist wie an der Luzerner Fasnacht.